"Historisch gibt es vor allem ein Motiv für Rassismus in Deutschland"
Historisch gesehen gibt es vor allem ein Motiv für die rassistische Praxis in Deutschland: die Unwilligkeit, sich als Einwanderungsgesellschaft zu begreifen. Obwohl es seit dem Kaiserreich starke Migration gab - nach den USA die zweitgrößte weltweit - wurde sie stets als vorübergehend betrachtet. Migranten wurden immer als temporäre Arbeitskräfte betrachtet und damit gerade nicht als Teil der Gesellschaft.
Migranten werden zudem nach ihrer Nützlichkeit für die weißen Deutschen bewertet. Brauchen wir, braucht die Wirtschaft sie? Das ist dann Nützlichkeitsrassismus.
Und sie sollen ja nicht das Stadtbild stören, sondern nach Feierabend ganz schnell unsichtbar werden.