Akribie und Obsession; Anneliese Ostertag, Tabea Rossol (Herausgeber), Spector Books
Autor*innen: Alexander Amberger, Wolfgang Ernst, Maroš Krivý, Katharina Loeber, Birgit Schneider, Oliver Sukrow, Michaela Wünsch
https://www.lehmanns.de/shop/kunst-musik-theater/58529721-9783959055840-akribie-und-obsession
In den 1960er und 1970er Jahren führte die Automatisierung der Datenverarbeitung zur Aufwertung des Verwaltungsapparats: Mess- und Regulierbarkeit wurden zur gesellschaftlichen Utopie. Akribie und Obsession erforscht die Resonanzen des kybernetischen Denkens in künstlerischen und sozialen Praktiken, Architekturen und Technologien. Von der Schreibmaschinenkunst Ruth Wolf-Rehfeldts über die Datenspeicherung des Ministeriums für Staatssicherheit hin zu den kybernetischen Kompositionen von Roland Kayn versammelt der Band Formen der Datenverarbeitung und -visualisierung sowie die kybernetischen Utopien der Science-Fiction-Literatur in der DDR, der geplanten, selbstregulierenden Stadt Etarea und der Akademie der marxistisch-leninistischen Organisationswissenschaft. Der Verein Zentrum für Netzkunst (gegründet 2019 in Berlin) rekonstruiert, erhält und bewahrt Netzkunst und Netzkultur und ist angesiedelt am Haus der Statistik in Berlin.
120 Seiten, Designer: Anna-Luise Lorenz