Angeregt durch einen Beitrag von
@sky@fedimonster.de ging mir vorhin durch den Kopf, ob Fediverse Projekte wirklich in die Sphäre der Blogs gehören. Dazu einfach ein paar unzusammenhängende Gedanken:
Grob wird das Fediverse häufig in Microblogging- und Macroblogging Projekte aufgeteilt.
Der klassische Blog bietet einen Artikel, der zwar kommentiert werden kann, aber es ist, würde ich sagen, nicht seine zentrale Aufgabe, Kommentare zu provozieren.
Bei der Kritik an Accounts, die das Fediverse wieder verlassen wollen, wird nicht selten bemängelt, dass sie nur einseitig kommuniziert und keine weitere Interaktion gehabt hätten.
Ein bisschen schwingt für mich mit, dass wir klassisches Blogverhalten für das Fediverse nicht als Zielführend betrachten.
Es setzt sich immer stärker der Vergleich zwischen dem Fediverse und Email durch, was bereits ein Hinweis ist.
Nicht selten lese ich besonders bei Hubzilla, dass man dort auch einen klassischen Blog über die Artikel Funktion führen könne. Das weist darauf hin, dass auch hier die Software für sich nicht als Blog/Longblog im Blick auf ihre Fediverse Funktionen wahrgenommen wird, sondern beudes „irgendwie etwas anderes“ ist.
Es gibt zudem Micro.Blog oder das WordPress Plugin als eigene Blogzugänge ins Fediverse. Wobei man das Plugin hier vielleicht etwas anders bewerten muss, da es vermutlich darum ging, bestehende große Blogs ans Fediverse anzuschließen. Es dürfte dennoch zukünftig eine Empfehlung für neue an einem Blog interessierte Nutzer*innen sein, WordPress mit dem ActivityPub Plugin zu betreiben. Ghost kommt als eigenständiges Blogprojekt daher.
Macht es Sinn, die üblichen Fediverse Projekte in Microblogging und Macroblogging einzuteilen oder müssen wir neue Begriffe finden, die den kommunikativen, gemeinschaftlichen Charakter betonen?
#Fediverse #Blog #Kommunikation #Begriffe #Socialmedia