Der Wirtschaftskamm!
Er fordert...
Unser Servicemanager drängte auf UN.BE.DING.TE Festlegung von Downtimezeiten, an die sich penibelst zu halten ist.
Das muss schon vorher so kommuniziert werden, damit sich die Leute drauf einstellen können.
Ich sag ihm noch, dass die Leute die Informationen soeieso nicht lesen. Im Ticket gehts unter, der Banner in der Applikation wird vergessen und überlesen, und wenn du grad was schreibst und speichern willst, denkst sowieso ned dran, das und warum dir grad die Applikation unterm Arsch weggezogen wurde...
Die einzigen vom Helpdesk fangen mit der Info was an, weil sie auf Anfrage dann Antworten, dass grad Wartungsfenster ist.
Nein, DAS. MUSS. GEHEN.
Also schränk ich mich jetzt ein, Drehe mehr Daumen oder stresse mich umso mehr (mehr Stress = höhere Fehlerquote). Es macht insgesamt weniger Spaß und ist weniger effizient. Aber der Manager kann sich rühmen, das jetzt besser eingetaktet und koordiniert zu haben.
Und als ich beim dritten Service grad mitrendrin bin, und es nicht verfügbar ist, trippelt er siaßlad herein. Erkundigt sich, ob eh alles gut läuft... ich bejahe... und dann hintenrum die Frage, warum dieses eine Service grad down ist...
Weil Wartungsfenster ist vielleicht?
So wie angekündigt und seit einer Woche vereinbart, ausgeschickt, drangeklebt, mit Blinklicht und Folgetonhorn verkündet...
Hast du etwa vergessen, dass diese Anwendung jetzt grad dran ist?
Ahso. Na dann ist eh alles in Ordnung.
Und dann heimlich zum Kollegen gehen, und sich das Ticket zeigen lassen, ob ich ihn eh nicht angelogen habe...
Hab heute ein bisserl von dem erzählt, was ich in meinem Leben schon do erlebt hab...
... und ich bin bri einem Teil der Leute auf Verständnis und Sympathie gestossen. Nämlich bei denen, die ein ähnlich bewegtes Leben hatten.
Und bei den anderen haben meine Erzählungen völliges Unverständnis und Unglauben ausgelöst... bis hin zur Reaktion "Iich dachte immer, man wechselt seinen Job maximal einmal" und einem Mitzählen von vermeintlich erfundenen Geschichten...
Ich hab ein langes Leben hinter mir, in dem ich keinen "geradlinigen" Lebenslauf hingelegt hab. Ich bin durch die Jahre und das Leben Mäandert... und un den Schleifen des Lebensflusses entstand reichhaltiges Leben und Erlebnisse...
Hab viele Menschen kennengelernt, hab viele Orte kennengelernt, hab viel gelernt und das Glück gehabt, mir auch viel gemerkt zu haben. Obwohl ich gefeiert habe wie ein König...
Vor 15 Jahren schon bin ich auf das Phänomen gestoßen, dass man mir nicht geglaubt hat...
Damals kam einer extra aus Heidelberg nach Wien, um mich kennen zu lernen... weil er dachte, ich gebe an... in einem Forum wo wir uns über unsere Erlebnisse so austauschten. Und er begleitete mich 3 Nächte durch Wien...
Am Ende meinte er, dass er wirklich dachte, ich sei ein Maulheld. Aber das was er diese 3 Nächte mit mir erlebte übertrifft noch weit das, was er sich vorgestellt habe... und er meinte, er verstünde schon, warum mich die anderen Typen angefeindet hätten... denn das, was ich in einer Woche erlebe, erleben andere nicht in ihrem ganzen Leben...
Seit Jahren nun lebe ich ein "braves" leben... Job, Familie, Nachwuchs, Modellbahn, Radfahren... und nun treffe ich im realen Leben wieder auf das Phänomen, dass man mir nicht glaubt, wenn ich erzähle...
Wenn ich jetzt reflektiere, kommt mir immer in den Sinn, dass ich eigentlich ein ziemlich langweiliges und wirtschaftlich erfolgloses Leben geführt habe... und wenn ich davon erzähle treffe ich auf Menschen, die sich nichtmal im Traum vorstellen können, wie reichhaltig und abwechslungsreich ein Menschenleben sein könnte, wenn man sich nur traut.
Und ich blicke zurück auf Freundschaften die schon mein halbes Leben und länger bestehen und stabil sind, auf Menschen mit denen ich vor Äonen schon freundschaftlich was trinken war, die man heute aus Film und Fernsehen kennt (und ich bin immer noch ein kleines unbedeutendes Würschtl)... ubd Leute, die meinen, ich gebe bloß an, und erfände all das.
Aber ich habs wirklich erlebt. Und schön wars. Und neine Selbstwahrnehmung über ein langweiliges Leben passt so dermaßen gar nicht zur Fremdwahrnehmung, die offenbar so krass unglaubwürdig erscheint, dass Menschen die micht nicht schon lange kennen, das für so absurd halten, dass sie mein Leben für eine Erfundene Geschichte halten...
Ich glaub mittlerweile, ich sollte mal meine Selbstwahrnehmung überarbeiten. Ich hatte ein wirklich aufregendes und schönes, abbwechslungsreiches und außergewöhnliches Leben bisher.
😊
Heute nach ziemlich genau 3 Monaten das erste mal wieder #mdrza 🤩
Bei 3°C im Nebel losgefahren.
Jetzt hat es vielleicht 5 und immer noch Nebel.
Aber es tut SO gut 🥰🚲🚲🚲